ARCHAISCHE KLÄNGE - WILD & KRAFTVOLL

Great Highland Bagpipe

DAS INSTRUMENT & MEINE BIOGRAPHIE

Das Instrument

Die Great Highland Bagpipe wird kurz auch GHB, Highland Pipes, Highland Bagpipe oder nur Pipes genannt. Die piob mhor (= schottisch-gaelisch für „große Pfeife“) bzw. zu deutsch Große Hochlandsackpfeife (eher unüblich) ist die Bezeichnung für die laute schottische Sackpfeife. Die Sackpfeife, oder auch der Dudelsack, ist ein selbstklingendes Unterbrechungs-Aerophon, dessen konstante Luftzufuhr aus einem Luftsack erfolgt. Es handelt sich um ein Rohrblattinstrument. Wegen der enormen Lautstärke wird die Great Highland Bagpipe vornehmlich im Freien gespielt. Der Dudelsackspieler (Sackpfeifer) selber wird als Piper bezeichnet.

Die Geschichte

Die Wurzeln der Sackpfeife sind vermutlich in der Antike zu suchen, wo Herodot von Halikarnassos in seinen Werken erstmals einen „Balg“ im Zusammenhang mit Pfeifen erwähnt. Die römische Kultur dürfte von den Griechen auch dieses Instrument, zumindest in Grundzügen, übernommen haben. So wird es auch von div. Schriftstellern (z.B. Gaius Suetonius Tranquillus) erwähnt. Als „Exportware“ von den Römern in alle vier Himmelsrichtungen gebracht, könnte eine Ursache für das Auftreten dieses Instrumentes in zahlreichen Ländern und somit auch im damaligen Caledonia (wie die Römer Schottland nannten) sein.

Klang, Aufbau und Spielweise variieren heute jedoch, sodass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Dudelsäcken/Sackpfeifen gibt. Die keltische Urbevölkerung Schottlands dürfte längstens nach Abzug der Römer das Instrument übernommen und selbständig weiterentwickelt haben. Während der Hochblüte des Dudelsacks überall sonst gemeinsam mit dem Mittelalter endete (Einzug neuartiger und facettenreicher Instrumente) blieb in Alba (= schottisch-gaelisch für Schottland) der Piper ein fixer Bestandteil des Clan Chiefs. Somit hielt sich der Dudelsack in der Kultur und vor allem in seiner militärischen Anwendung. Seit vermutlich dem 18. Jhd. dürfte die Great Highland Bagpipe annähernd so aussehen, wie wir sie kennen.

(Geschichtsquellen: „Die Geschichte der Great Highland Bagpipe“ v. Peter Brinckmann; „The History of the Bagpipe“ v. College of Piping – Glasgow)

Clan MacKenzie

Die MacKenzies scheinen von Colin, Vorfahre der Earls of Ross abzustammen. Er starb 1278 und sein Nachfolger war sein Sohn Kenneth. Im Jahr 1362 erhielt Murdoch, Sohn von Kenneth (3. Earl) von David II die Länderein von Kintail. 1492 besiegten die MacKenzies die MacDonalds im Gefecht „The Battle of the Shirts“ bei Blair-na-park. James IV wurde 1513 von den MacKenzies in Flodden untersützt, wo deren Clansführer von den Engländern gefangen genommen wurde. In der Schlacht „Battle of Pinkie“ (1547) kämpften die MacKenzies für James V. Im Jahr 1568 kämpfte Colin, 11. Clansführer, in der Armee von Queen Mary in Langside. Kenneth, 12. Chief, erhielt 1607 urkundlich die Ländereien von Lochalsh und Lockcarron und es dürften sich zu dieser Zeit somit alle Gebiete zwischen Ardnamurchan und Strathnaver im Besitz der MacKenzies oder deren Lehnsmänner befunden haben. 1609 wurde Kenneth zum „Lord MacKenzie of Kintail“ ernannt. Colin, 2. Lord, wurde von James VI im Jahr 1623 zum „Earl of Seaforth“ ernannt und war für Charles II „Secretary of State“ in Schottland. Kenneth, 4. Earl, wurde von James VII zum „Knight of the Thistle“ erhoben und folgte James VII nach Frankreich. Der 5. Earl, William, vereinigte 1715 dreitausend Männer in der Rebellion „Earl of Mar“ und kämpfte als Jacobiter in der Schlacht von Sheriffmuir. Aus diesem Grund musste er sich nach Frankreich flüchten. Er wurde geächtet und seine Besitztümer wurden ihm abgesprochen. Im Jahr 1726 wurde er von George I begnadigt und starb 1740 in Lewis. Sein Enkel Kenneth kaufte die beschlagnahmten Besitztümer zurück und wurde in das somit wiederhergestellte „Earldom of Seaforth“ eingesetzt.

Quelle: „Collins Gem Guide – Tartans“ by William Collins Sons and Company Limited 1986

Motto: "LUCEO NON URO"

Biographie

Mein Piper-Werdegang

Mitte der 90er ließ mich der Gedanke an dieses Instrument nicht mehr los. Entsprechende Recherchen zum Erwerb eines schottischen Dudelsacks und den Möglichkeiten zum Erlernen gestalteten sich noch sehr schwierig - zumal das Internet hierzu noch in den Anfängen stand. So machte ich gleich zu Beginn einen großen Fehler und erwarb eine sogenannte "Pakistani-Pipe". damit ist eine Reproduktion aus Billiglohnländern gemeint, welche eher als Dekoration geeignet ist. Nach monatelangem Üben ohne Erfolge fand ich zum Glück einen Lehrer, welcher mich über meine Fehlinvestition aufklärte und mir Wege zeigte, wie ich im Selbststudium weiter kommen kann. Der Practise Chanter stellt hierbei einen wesentlichen Bestandteil dar. Motivation zum Losstarten und Durchhalten holte ich mir wo es nur ging. Ein bestärkender und für mich unvergesslicher Abend war hierbei das "Bordunfestival" in Kremsmünster, welches von der "Kremsmünsterer Bock und Leiermusik" unter der Leitung von Rudi Lughofer organisiert wurde. Seit 1998 habe ich nun meine jetzige Great Highland Bagpipe von R. T. Shepherd und 1999 kaufte ich mein erstes Outfit in Edinburgh.

Biographie

Meine bisherigen Lehrer

Michael Vereno (Salzburg), James Burnet (Scotland), John Angus Smith (England), Graham Waller (Scotland), Mark Faloon (Ireland), PM Dipl. David Johnston (Ireland/Germany), Robert McFie (Scotland), Willie McCallum (Scotland)
Tapadh leat!
Danke für alles!