… mit diesem schottisch-gaelischen Gruß heiße ich dich auf meiner Homepage willkommen!

Schottische Dudelsack-Klänge in der innviertler Hügellandschaft von Oberösterreich? Warum nicht! Gerade heute erlebt der Dudelsack (und damit sind nicht nur die schottischen Varianten gemeint!) eine Art Renaissance und immer wieder stößt man auf Liebhaber dieser Musikrichtungen – auch in Österreich. So ist es auch nicht verwunderlich, dieses Instrument auch auf diversen festlichen Anlässen, wie z.B. auf einer Hochzeit, bei einer Geburtstagsfeier, einer Sponsion, oder im Zuge einer feierlichen Eröffnungsszeremonie, anzutreffen. Auch bei einer Beerdigung kann ein Dudelsackspieler zu einer würdevollen Verabschiedung beitragen.

The pipes are calling!

Auf den folgenden Seiten möchte ich einen kleinen Einblick in mein musikalisches Hobby gewähren, wobei es sich hierbei um schottische Bagpipes handelt. Dabei möchte ich auch auf oft gestellte Fragen eingehen, wie z.B. “Wie lerne ich Dudelsackspielen?”, “Wo kann ich dieses Instrument kaufen?”, “Kann ein Dudelsackspieler gebucht werden?” u.v.m. Aber was versteht man überhaupt unter Dudelsäcken bzw. Bagpipes?

Great Highland Bagpipe, wird kurz auch GHB, Highland Pipes, Highland Bagpipe, oder nur Pipes genannt. Die piob mhor (= schottisch gälisch für “große Pfeife”), bzw. zu deutsch Große Hochlandsackpfeife (eher unüblich) ist die Bezeichnung für die laute schottische Sackpfeife. Die Sackpfeife, oder auch der Dudelsack ist ein selbstklingendes Unterbrechungs-Aerophon (Rohrblattinstrument), dessen konstante Luftzufuhr aus einem Luftsack erfolgt.Wegen ihrer enormen Lautstärke wird die Great Highland Bagpipe vornehmlich im Freien gespielt. Der Dudelsackspieler (Sackpfeifer) selber wird als „Piper“ bezeichnet.

Die Wurzeln der Sackpfeife sind vermutlich in der Antike zu suchen, wo Herodot von Halikarnassos in seinen Werken erstmals einen “Balg” im Zusammenhang mit Pfeifen erwähnt. Die römische Kultur dürfte von den Griechen auch dieses Instrument, zumindest in Grundzügen übernommen haben. So wird es auch von div. Schriftstellern (z.B. Gaius Suetonius Tranquillus) erwähnt. Als “Exportware” von den Römern in alle vier Himmelsrichtungen gebracht, könnte eine Ursache für das Auftreten dieses Instrumentes in zahlreichen Ländern und somit auch im damaligen Caledonia (wie die Römer Schottland nannten) sein. Klang, Aufbau und Spielweise variieren heute jedoch, sodass es eine Vielzahl an unterschiedlichen Dudelsäcken/Sackpfeifen gibt. Die keltische Urbevölkerung Schottlands dürfte längstens nach Abzug der Römer das Instrument übernommen und selbständig weiterentwickelt haben. Während die Hochblüte des Dudelsacks überall sonst gemeinsam mit dem Mittelalter endete (Einzug neuartiger und facettenreicher Instrumente) blieb in Alba (= schottisch-gaelisch für Schottland) der Piper ein fixer Bestandteil des Clan Chiefs. Somit hielt sich der Dudelsack in der Kultur und vor allem in seiner militärischen Anwendung. Seit vermutlich dem 18. Jhd. dürfte die Great Highland Bagpipe vermutlich so aussehen, wie wir sie kennen.

“Twelve Highlanders and a bagpipe make a rebellion” (Sir Walter Scott)

(Geschichtsquellen: “Die Geschichte der Great Highland Bagpipe” v. Peter Brinckmann; “The History of the Bagpipe” v. College of Piping – Glasgow)